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   Ansicht vom Blockland



   Ansicht vom Blockland

  

 

 

Das Blockland und seine Geschichte

Es gibt zwei Bücher die die Entwicklungsgeschichte des Bremer Blocklandes beschreiben. 

Das eine ist 1927 erschienen, es heißt  „Geschichte des Bremer Blocklandes“, und ist von Pastor Heinrich Hoops geschrieben worden. 

Das zweite  wurde 1995 von Georg Garbade verfasst. Es heißt „Heimatgeschichte des Bremer Blocklandes“.

1139 wird das Gebiet des Bremer Blocklandes erstmals urkundlich benannt, damals hieß es noch Hemme. 1325 erscheint dann der Name Blockland das erst Mal.

1106 wurde vom bremischen Erzbischof das Gebiet der Hemme den Holländern zum Kultivieren zugesprochen. Damals siedelten sich die Betriebe an der Hemme an, und bewirtschafteten das Land von Westen  nach Osten. Die Holländer, auch Kolonisten genannt, durchzogen das Land mit Gräben und teilten es in Holländer Hufe ein. Ein Holländer Huf  war ca. 48 ha groß.

Da das Land aber immer wieder überflutete, wurde 1300 der große Wümmedeich gebaut. Im 14. Jahrhundert mussten die Betriebe sehr viel Zins an die Großherren abgeben, dadurch sind viele Betriebe hoch verschuldet und gaben Ihre Höfe auf.

So lag ein großer Teil des Blocklandes ca. 150 Jahre „wüst“.

Erst ab dem 17 Jahrhundert wurde es wieder besiedelt. Die Höfe wurden dann aber auf dem hohen Wümmedeich gebaut, und das Land wurde von Ost nach West bewirtschaftet.

Für den Namen Blockland gibt es folgende Erklärungen :

1. Blockland = Brookland      
       Brookland = Bruchland oder niedriges Land.

2. Einteilung der Flächen in Blöcke = Blockland

 Früher wurde das Land nach den  Kirchenspielen eingeteilt. So gehörten zum Blockland die Dörfer Wasserhorst, Wummensiede, Nordseite, Hagensfähr und Niederblockland. 1951 wurde das Land neu geordnet. Danach hat man das ganze politisch eingeteilt. Und so wurde Oberblockland mit einbezogen. Nordseite und Hagensfähr gehörten danach zu Ritterhude.

Die Gesamtfläche des Blocklandes beträgt ca. 2930 ha. Davon gehören 1310 ha nach Niederblockland, 770 ha nach  Oberblockland und 850 ha zu Wasserhorst und Wummensiede.

1925 hatte das Blockland 419 Einwohner, 1989 waren es 414. Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe ist in dieser Zeit in etwa gleichgeblieben. Der Rinderbestand hat sich allerdings von 1865 bis 1986 fast vervierfacht.

Vor ca. 30 Jahren ist das Blockland unter Landschaftsschutz gestellt worden. Das bedeutet das keine Industrie angesiedelt werden kann, und auch keine Wohnhäuser gebaut werden dürfen. So behielt das Dorf noch bis Heute die charakterristische Dorfstruktur.

Seit 20 Jahren versucht die Naturschutzbehörde in Bremen das Blockland unter Naturschutz zu stellen. Bis heute sind sie an den Protesten der Anwohner gescheitert. Aber durch immer mehr Ansiedlung von Industriebetrieben außerhalb des Blocklandes, wird ständig neue Fläche als Ausgleichsmaßnahme benötigt.

Diese Fläche wird voraussichtlich immer häufiger aus dem Blockland genommen.

 
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